Entdecken Sie Edinburgh
Edinburgh die Hauptstadt Schottlands. Seit 1999 ist hier wieder der Sitz des schottischen Parlaments. Benannt ist die Stadt nach dem gododdinischen König Clinog Eitin als Din Eityn (Eitins Festung), weniger wahrscheinlich nach König Edwin (auch Eadwine oder Æduini) von Northumbria.
Wirtschaft
Traditionell ist Edinburgh ein wichtiges Handelszentrum, das Schottland mit Skandinavien und Kontinentaleuropa verbindet. Die Bedeutung des Hafens von Leith hat allerdings in den letzten Jahrzehnten stetig abgenommen. Obwohl die traditionelle Wirtschaft der Stadt, "Bücher, Bier und Kekse", durch die Wirtschaftsflaute drastisch zurückgeht, hat Edinburgh, basierend auf dem Dienstleistungssektor, eine der stärksten städtischen Ökonomien Europas. Moderne Branchen wie Informations-, Bio- und Medientechnologie versprechen auch in Zukunft Wachstum. Die Stadt ist eine Hochburg der Justiz und des Lernens und nur 3,4% der 450 000 Einwohner sind arbeitslos.
Kultur
Höhepunkt des kulturellen Lebens ist das sommerliche Edinburgh Festival (einschließlich Fringe Festival), das internationale Bedeutung im Bereich Theater und Musik erlangt hat. Die National Galleries of Scotland beherbergen repräsentative Sammlungen der europäischen Malerei mit einigen bekannten Highlights und zeigen wechselnde Sonderausstellungen. Außerdem ist Edinburgh eine Stadt die bekannt ist für ihre Pubs und Starbucksfilialen.
Bevölkerung
Wie in jeder großen Stadt der westlichen Hemisphäre, lebt auch in Edinburgh ein Völkergemisch. Der "Grundstock" der Bevölkerung besteht aus Schotten mit hohem irischen Anteil, doch gibt es auch große Gemeinden von Polen, Italienern, Ukrainern, Juden, Pakistanern, Sikhs, Bengalen, Chinesen und natürlich Engländern. Innerhalb dieser Mischung klingt auch Ulster häufig durch. Zwar blieb Edinburgh der religiöse Fanatismus erspart, der in Glasgow wütet, doch gibt es auch hier getrennte Schulen für katholische und protestantische Kinder. Im Juli findet hier jedes Jahr einer der größten "Orange Walks" außerhalb Nordirlands statt (zum Gedenken an die Schlachten an der Boyne und bei Aughrim).
Bildung
Edinburgh ist eine Stadt, die auch für ihre Universitäten bekannt ist. Es beherbergt gleich drei international bekannte Universitäten, nämlich die Napier University, die Heriot-Watt University und die Universität Edinburgh, wobei letztere neben Universitäten wie Oxford oder Cambridge zu den besten Großbritanniens zählt.
Sport
Zwei Fußballklubs spielen in der obersten schottischen Liga, nämlich die rivalisierenden Vereine Hibernian Edinburgh und Heart of Midlothian, wobei der eine katholisch und der andere protestantisch ist. Ebenfalls in Edinburgh beheimatet ist das Murrayfield Stadium, das nationale Rugbystadion von Schottland, das im gleichnamigen Stadtteil liegt.
Gleichnamige Städte
Schottische Auswanderer haben den Namen Edinburghs in die Welt getragen. Heute findet sich etwa:
Edinburgh, Indiana, USA
Mehrere Städte haben den gälischen Namen Edinburghs, Dunedin, gewählt:
Dunedin, Neuseeland
Dunedin, Florida, USA
Internationale Partnerstädte
München, Bayern, Deutschland
Florenz, Italien
Nizza, Frankreich
Vancouver, Britisch-Kolumbien, Kanada
Kiew, Ukraine
Aalborg, Dänemark
San Diego, Kalifornien, USA
Dunedin, Neuseeland
Krakau, Polen
Xi'an, China
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Sir William Allan (1782-1850)
Maler
Alexander Alesius
Theologe und Reformator
John Anderson (Biologe)
schottischer Zoologe
Alexander Graham Bell
britischer Sprechtherapeut, Erfinder und Großunternehmer, (Mit-)Erfinder des Telefons
Isabella Bishop
britische Reiseschriftstellerin
Tony Blair
britischer Politiker und Premierminister Großbritanniens
James Boswell
schottischer Schriftsteller und Rechtsanwalt
Sir Sean Connery
schottischer Schauspieler
James Connolly (Gewerkschafter
irischer Gewerkschafter und Politiker
Peter Doig
Maler
Arthur Conan Doyle
britischer Schriftsteller, geistige Vater von Sherlock Holmes
Ron Flockhart
britischer Rennfahrer und Pilot
Gordon Joseph Gray
Erzbischof von Edinburgh und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
Nigel Gresley
britischer Dampflokomotivkonstrukteur
Douglas Haig
1. Earl Haig, britischer Generalfeldmarschall
John Scott Haldane
englischer Physiologe
George Hamilton-Gordon
Earl of Aberdeen, britischer Staatsmann und Premierminister
Sidney Hayers
britischer Filmemacher
William Theodore Heard
Kardinal der römisch-katholischen Kirche
Stephen Hendry
schottischer Snookerspieler
William Vallance Douglas Hodge
britischer Mathematiker
David Hume
schottischer Philosoph, Ökonom und Historiker
James Hutton
schottischer Naturforscher und Geologe
Michael Innes
schottischer Krimi-Schriftsteller
Jakob I. (England
König der Schotten, von England und Irland
Johnny Keating
ehemaliger schottischer Jazzmusiker und Orchesterleiter
Alexander Gordon Laing
britischer Afrikaforscher
John Law
Nationalökonom
Leander Jameson
südafrikanischer Premierminister und Anführer des Jameson-Raid
Joan Lingard
britische Kinder- und Jugendbuch-Autorin
Alan Longmuir
Musiker
Henry Mackenzie
schottischer Schriftsteller
Bruce Marshall
schottischer Schriftsteller
David Martin (Schottischer Politiker)
Europaabgeordneter für die Labour Party
James Clerk Maxwell
Schottischer Physiker
William Topaz McGonagall
schottischer Exzentriker, Abstinenzler und Dichter
Finlay Mickel
britischer Skirennläufer
John Napier
Mathematiker und Astronom
Allen Ramsay
Portraitist und Hofmaler von Georg III.
Daniel Rutherford
schottischer Chemiker
Sir Walter Scott
schottischer Schriftsteller, der Historienromane schrieb
Alastair Sim
britischer Schauspieler
Chris Small
schottischer Snookerspieler
Graeme Souness
englischer Fußballspieler und Fußballtrainer
Robert Louis Stevenson
schottischer Schriftsteller
Stuart Sutcliffe
Maler und Musiker, frühes Mitglied der Beatles
D'Arcy Wentworth Thompson
britischer Mathematiker und Zoologe
Thor Vilhjálmsson
Schriftsteller, Autor
Allan Wells
britischer Leichtathlet
Roy Williamson
Musiker und Instrumentenbauer
Irvine Welsh
Schriftsteller, Drehbuch- und Theaterautor (Trainspotting).